EDV-Systeme, Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) 

Die Digitalisierung der Arbeit ist heute weit vorangeschritten, die IT-Anwendungen in Unternehmen werden immer unübersichtlicher und ihre Anzahl steigt stetig. Nicht nur die Kommunikation, sondern auch die Geschäftsprozesse werden fast vollständig elektronisch abgebildet und gesteuert; von der Personalwirtschaft über die Produktion bis zur Buchhaltung. Die Vielzahl und Komplexität der IT-Anwendungen machen es schwer, den Überblick zu behalten — eines ist sicher, es fallen immer mehr Daten an, die eine fast grenzenlose Leistungs- und Verhaltenskontrolle ermöglichen. Gleichzeitig ist die IT ein mächtiges Instrument zur Rationalisierung. Daher ist es wichtig, den Überblick zu behalten:

  • Welche IT-Komponenten werden im Unternehmen, in der Organisation eingesetzt?
  • Welche Daten werden in dem System verarbeitet und wer hat Zugriff auf diese?
  • Welche Auswertungen werden gemacht und wem zur Verfügung gestellt?
  • Wie wirkt sich die IT auf Arbeitsabläufe und Arbeitsplätze aus?

Leistungs- und Verhaltenskontrolle

Die Möglichkeiten einer Leistungs- und Verhaltenskontrolle sind nahezu grenzenlos. Es muss vereinbart werden, wer wann und zu welchem Zweck auf Mitarbeiterdaten zugreifen kann. Wichtig ist, dass die Interessenvertretung auch bei Änderungen am System im Boot bleibt; und wichtig ist, dass die Kontrollrechte des Betriebs- oder Personalrates eindeutig geregelt sind. Daher gehen die meisten Betriebsräte den Weg, eine EDV-Rahmenbetriebsvereinbarung abzuschließen, die die zentralen Grundsätze zum Schutz der Beschäftigten und zur Beteiligung der Betriebsräte enthält.

Dynamische Systeme brauchen eigene Regelungen

Eine IT-Betriebs– oder Dienstvereinbarungen zu haben, ist gut. Jedoch werden IT-Systeme  ständig weiterentwickelt, sie sind nicht statisch. Immer wieder stellt sich deshalb die Frage: Ist die Vereinbarung noch aktuell? Ist sie der Praxis noch angemessen? Für solche Art der Überprüfung ist ein Konzept hilfreich, das Vorgehen und Methodik der Überprüfung beschreibt.

Datenschutz

Die Persönlichkeitsrechte der Beschäftigten sind gefährdet, je umfangreicher Daten auch im Ausland verarbeitet werden. Outsourcing und Cloud-Computing stehen heute auf der Tagesordnung.

Datenschutz wird daher immer wichtiger. Die Interessenvertretungen haben darüber zu wachen, dass die Gesetze zugunsten der Beschäftigten eingehalten werden und die Systeme datenschutzkonform eingerichtet sind. Dazu gehört auch das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) und die Europäische Datenschutzgrundverordnung (DSGVO).

Im Datenschutzrecht geht es für die betriebliche Interessenvertretung vor allem um die Überprüfung eines gesetzeskonformen Datenschutzkonzepts und um die Frage, inwieweit der Datenschutzbeauftragte seinen Aufgaben gerecht wird.

Unsere Leistungen:

  • IT-Mitbestimmung und Datenschutz
  • Folgenabschätzung neuer Technologien
  • Prozessbegleitung bei der Umstellung von Betriebsabläufen
  • Einführung von Reporting-Systemen
  • Überwachung und Evaluation von Erprobungsbetrieb
  • Erstellung und Überprüfung von IT-Rahmenvereinbarungen sowie Einzelsystemvereinbarungen, Pilotvereinbarungen
  • Auswirkungen der Einführung von künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen